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Buch-Rezension : Subektivität in Reinstform

14. Februar 2014
© birgitH / pixelio.de

Nahezu jeder Medienkonsument hat sie schon mal gelesen: eine Kritik (auch Rezension genannt). Hierbei handelt es sich um Beschreibungen von Büchern, Zeitschriften, Computerspielen, Software im Allgemeinen, Filmen, Konzerten und Tonträgern, die im Verlauf der niedergeschriebenen Kritik analysiert und final bewertet werden. Rezensionen werden in verschiedenen Ausprägungen und Branchen veröffentlicht. Teilweise sind es nur ganz kurze Kritiken, sie können aber grundsätzlich auch mehrere Seiten umfassen. Als Teil eines wissenschaftlichen Diskurses beispielsweise fällt eine Rezension in der Regel länger aus, als eine Kritik im Feuilleton einer Wochenzeitung. Im Falle von Buchrezensionen werden die Kritiken meist erst nach Veröffentlichung des Buches erstellt, während es z. B. bei Kinofilmen üblich sein kann, Kritiken schon vorab öffentlich zu machen, da es hier häufig Sondervorführungen für die Presse gibt, bevor der Film auf den Leinwänden der Kinos für private Besucher anläuft.

Rezensionen tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, ob ein Buch oder auch ein Film besorgt oder angesehen wird. Die Betrachtungsweise der verschiedenen Rezensenten ist natürlich individuell, sodass der eigene Geschmack sowie bisherige Lese- und Filmerfahrungen immer mit in die neuen Kritiken einfließen. Es kann also, je nachdem wofür man eine Rezension sucht und liest, interessant sein, auch zum jeweiligen Rezensenten Informationen einzuholen. Benötigt man die Kritiken für wissenschaftliche Zwecke, sollten die Rezensenten einen entsprechenden, fachlichen Hintergrund aufweisen. Möchte man sich allerdings nur privat informieren, sind die Hintergründe des Lebenslaufs eines Rezensenten eher unerheblich.

Vor allem durch die Möglichkeiten des Internets werden heute auch viele Endverbraucher zu Kritikern. Die verschiedenen Portale zu Buch, Film und Fernsehen beinhalten häufig auch Funktionen, mit denen man seine Kritik abgeben kann. Meist werden hier Eckdaten zwingend erforderlich gemacht, wie beispielsweise Buchname und Autor, Erscheinungsdatum und Auflage und ähnliche andere, wichtige Informationen. Zudem gibt es in vielen Fällen Punkteskalen oder “Sterne”, die es zu vergeben gilt. Im Anschluss folgt ein Freitextfeld, in dem der Konsument seine Meinung über die das jeweilige Medium abgeben kann. Solche Rezensionen spielen im privaten Umfeld eine merkbare Rolle bei der Auswahl von Büchern, insbesondere von Sach- und Fachbüchern. Erhält ein Buch oder ein Dokumentarfilm zu viele negative Kritiken und häufen sich dann spezielle Einzelargumente gegen den Konsum des jeweiligen Buchs oder Films, bleibt der Kaufentscheid der Leser solcher Kritiken meist aus oder es wird eine mögliche Alternative dazu gesucht und ebenfalls nach Kritiken gescannt. Es bleibt also zu sagen, dass Rezensionen – egal für welchen Gegenstand – immer auch Geschmackssache sind, aber dennoch einen wichtigen Beitrag zu Kaufentscheidungen leisten.
Bild : © birgitH  / pixelio.de

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