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Erwachsenenbildung wird vielfach gefördert

28. Juli 2012

Neben den allgemeinbildenden und den beruflichen Schulen des Dualen Systems ist ein wichtiges Feld des Bildungsauftrages die Erwachsenenbildung. Förderung ideeller sowie materieller Art ist dafür natürlich sehr gefragt. Im Gegensatz zum Schulgesetz, das die Bildung der Kinder und Heranwachsenden regelt, ist die Erwachsenenbildung gesetzlich nur im Ansatz geregelt. Ein Grund dafür liegt in der Tatsache, dass die Fort- und Weiterbildung sehr flexibel auf neue Trends und Anforderungen reagieren muss. Daher ist eine Struktur vorzuziehen, die durch die Konkurrenz der Anbieter und die daraus resultierende Pluralität der Angebote gekennzeichnet ist. Trotzdem engagiert sich der Staat, indem er Anforderungen an die Erwachsenenbildung und Grundsätze vorschreibt und sich um deren Förderung kümmert. Der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschlands entspricht es, diese Grundsätze und die finanziellen Förderungsmittel in den Landesgesetzen festzuschreiben. So vor allem im Weiterbildungsgesetz sowie im Bildungsfreistellungsgesetz geschehen. Drei Aspekte dieser gesetzlichen Sicherung sind gesondert zu benennen: die Förderung der beruflichen Erwachsenenbildung – festgeschrieben im Sozialgesetzbuch III (SGB III) – , Festlegung von Gebühren für den Besuch von Kursen in Einrichtungen der Erwachsenenbildung und des Zweiten Bildungsweges sowie die Ausbildungsförderung für Erwachsene. Für den erstgenannten Aspekt ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig. Hier werden Maßnahmen zur Erhaltung beruflicher Kompetenz, zur Umschulung auf andere Arbeitsfelder und zum Erlangen neuer Abschlüsse gefördert. Das Arbeitsamt trägt meist wenigstens einen Teil der Kosten, manchmal springen auch Arbeitnehmer ein. Manche Ausbildungsgänge sind kostenlos. Nicht zuletzt ist aber noch die Erwachsenenbildung-Förderung nach dem Bundesausbildungsgesetz (Bafög) zu nennen, für jene, die einen Schulabschluss nachholen. Für junge Männer und Frauen, die noch nicht 30 Jahre alt sind, kann für den Besuch einer Abendschule oder ähnlicher Einrichtungen eine Beihilfe gewährt werden. Jeder sollte, will er sich einer Maßnahme der Erwachsenenbildung unterziehen, eine Prüfung der Fördermöglichkeiten vornehmen. Bild : © Wilhelmine Wulff  / pixelio.de

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