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Interkulturelles Training : Immer wichtiger in einer globalisierten Welt

12. März 2013

Das Zeitalter der Globalisierung führt nicht nur zu einem immer schnelleren werdenden Austausch von Waren rund um den Globus, auch Dienstleistungen werden immer häufiger rund um die Welt erbracht. So kommen Japaner und Chinesen nach Deutschland, deutsche Manager gehen in die USA oder in asiatische und arabische Länder. Für alle, die in anderes Land gehen, sind Kenntnisse der dortigen Gebräuche und Gewohnheiten wichtig. Interkulturelle Trainings helfen dabei, sich damit vertraut zu machen.

Stellen Sie sich einen Chinesen vor, dem angekündigt worden ist, dass er sich von nun an mit der Betreuung europäischer, speziell deutscher Kunden vertraut machen soll, weil er schon in drei Monaten in die deutsche Niederlassung versetzt werde. Sofort wird dieser Chinese eine Schule in Shanghai oder Peking besuchen, die ihn mit dem Leben in Deutschland vertraut macht. Wie isst man mit Messer und Gabel? Wie verhalte ich mich beim Essen? Wem gebe ich zuerst die Hand, dem Chef oder seinem Prokuristen? Wie ist eine Flasche Wein zu öffnen und warum erfolgt ein Nippen an einem viertelvollen Glas? Wie funktionieren Toiletten in Europa? Tatsächlich gibt es solche Kurse. Lehrer verdienen dort mit solchen kulturellen Trainings viel Geld, weil die Kurse intensiv besucht werden.

Aber auch Deutsche können interkulturelle Kurse besuchen, wenn ein längerer geschäftlicher Aufenthalt im Ausland ansteht. Im Mittelpunkt stehen Abläufe und Verhaltensweisen zum Beispiel bei geschäftlichen Verhandlungen mit Arabern. Hier ist es Gewohnheit, sich beim ersten Treffen persönlich miteinander bekannt zu machen: seine Familie, seine Gewohnheiten und seine Denkweise in geeigneter Weise bekannt zu machen, ohne dabei die religiösen und moralischen Vorstellungen der Gesprächspartner zu verletzen. In Japan gehört es ebenso zum Ritual, sich erst persönlich bekannt zu machen und eine gewisse Harmonie im persönlichen Verhältnis zu schaffen, die Grundlage für das geschäftliche Handeln ist. Für Deutsche ist es zudem wichtig, einige historische und kulturelle Kenntnisse mitzunehmen, wenn man sich längere Zeit im Ausland aufhält. Wenn man in Japan zum Beispiel nach Heinrich Heine gefragt wird und kann darauf gar nichts sagen, weil man ihn nicht kennt, ist dies sehr peinlich. Interkulturelle Trainings umschiffen solche Klippen und erleichtern die geschäftliche Arbeit im Zielland. Foto : © Gerd Altmann  / pixelio.de

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